Juni 2018 – Neun Tage auf dem GTA bis zum Mittelmeer – Tag 2

Am Morgen hatte sich bewahrheitet, was die Wetterapp angezeigt hatte, es regnete und gleich so heftig, dass wir den Abmarsch erst mal um mindestens eine Stunde auf 9 Uhr verschoben. Um 9 Uhr, es regnete immer noch,  entschieden wir,  uns auf den Weg zum Refugio Mondovi zu machen. Dort wollten wir zur Mittagsrast einkehren, die Klamotten trocknen und dann sehen, welchen Weg wir weiter gehen werden. Der Weg zum Refugio Mondovi waren wir im letzten Jahr schon einmal umgekehrt gewandert. Jetzt im Regen und mit tiefhängenden Wolken war da wenig wieder zu erkennen. Der Aufstieg bis zur Porta Sestrera (2225 m) war in den Wolken, der Lago Blevol, den wir passierten lud nicht zum Baden ein, Der Weg war matschig und überall stand das Wasser. aber zum Glück ließ er Regen nach. Gegen 11:30 Uhr trafen wir im Refugio Mondovi ein. Es gab eine warme Suppe, eine Vesperplatte und danach guten Kaffee. In der Zwischenzeit hatte es aufgehört zu regnen, die Berge waren wieder zu sehen und wir entschieden uns weiter auf dem GTA bis zum Refugio Mongiole (1520 m) zu gehen.

Belohnt wurden wir wieder mit herrlichen Hängen voller Alpenrosen.

Der Aufstieg zum Passo della Saline (2174 m) war noch in den Wolken, oben klarte es auf und die Südseite  des Berges verhieß wieder Sonne.

Also Regenkleidung aus und auf zum Abstieg. Der erste Teil ging wie auf dem Bild zu sehen ist auf schmalem Pfad durch weite Wiesen abwärts. Später wurde es steinig und die Berge verdichteten sich wieder zu einer langen steilen Schlucht. Nach 2 Stunden abstieg, die Kniee waren mir schon butterweich, ging der Pfad in einen breiteren Weg über, der durch einen Fichtenwald weiter bergab führte. Die Hinweistafeln zum Refugio Mongiole stellten uns vor eine große Probe was die Zeitangaben anbelangte. Nach gefühlten 3-4 km waren erst 5 Minuten laut Entfernungstafel vergangen. Der Weg führte fast parallel zum Hang durch einen lichten Wald und an bizarren Felsen vorbei. Als Highlight entpuppte sich der Übergang über einen aus den Felsen herabstürzenden Bach – einen Hängebrücke.

       

Weiter ging es auf schmalem Pfad bis wir zu einer Hochebene kamen und schon von Ferne das Refugio sahen.

Hier sieht man deutlich die Terrassen, die die Menschen vor langen Zeiten angelegt hatten, um das Land für ihre Landwirtschaft zu nutzen.

Angekommen im Refugio belohnten wir uns, wie immer,  mit einem kalten Bier mit Lemon Soda für den langen Wandertag. Wir waren froh, dass das Wetter uns am Nachmittag wieder hold war und wir noch in einem  Liegestuhl in der Sonne ausruhen konnten. Am Abend durften wir in der Küche mit den Italienern das Spiel der FußballWM Deutschland gegen Schweden  schauen, dass Deutschland spannend 2:1 gewann. Da der Wetterbericht für den nächsten Tag in der zweiten Hälfte wieder Regen und Gewitter verhieß, beschlossen wir am nächsten Morgen früh, um 7 Uhr, aufzubrechen.

 

 

 

 

 

 

 

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