Laos und Aupair 50+ – Rückblick und Erinnerung

Am Mittwoch habe ich meinen ersten Laosvortrag hier in Wetzlar gehalten. Die Frauen des Frauentreff Café Venyl haben mich dazu ermuntert.

Für mich ein willkommener Anlass, endlich mal meine Bilder zu sichten und meine Erlebnisse und Erfahrungen wieder aufzufrischen. Ich bin bei meinen Vorbereitungen ganz abgetaucht in die Erlebnisse und Gefühle, die mich durch meine Zeit in Laos begleitet haben.

Vielleicht hilft mir das auch mein Buchprojekt wieder mehr in den Focus zu nehmen.

Der Abend war gelungen und neben einigen meiner Freunde waren auch noch weitere Interessierte da. Ich habe einige Sachen aus Laos verkauft  und der Erlös geht an die Freunde Laos e. v, das wunderbare Projekt meiner Freundin Irene aus Ingersheim. Wer gerne mehr darüber wissen will, dem empfehle ich www.freunde-laos.com.

Irene sammelt das ganze Jahr über Geld, durch verschiedene Aktivitäten, u.a. auch Vorträge und fährt dann jedes Jahr im Februar für 6 Wochen nach Laos, um ihre Gaben direkt zu ihren Projekten zu bringen. ich konnte heute durch meinen Vortrag, 100€ dazu beitragen. Meinen Zuhörer/innen sei Dank!

Wer also gerne meine Erlebnisse hören und meine Bilder sehen will, möge mich anrufen 06441 47916 oder anmailen 13ggwetzlar@gmail.co . Ich komme gerne.

 

 

der Weg zum nächsten Wasserfall

Nochmal zu der Angst – oder welche Gedanken eine Katastrophe auslösen

Gestern das Flugzeugunglück hat mir wieder gezeigt, wie endlich vieles ist. Da steigen Menschen in ein Flugzeug, um wenige Stunden später an einem anderen Ort, bei einem Neubeginn oder dem freudvollen Abschluss einer Reise zu sein und dann ………. endet es mit dem Tod, den niemand so schnell erwartet hatte.

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Laotischer Besuch in Wetzlar

Wie und wann werden wir uns wiedersehen, diese Frage habe ich mir bei meinem Abschied in Laos gestellt. Wie lange wird es dauern? Wird die Verbindung bleiben? Wie ist das, wenn dich „dein laotische Familie“ in Deutschland besucht?

Die Antwort auf all das kam schneller als ich erwartet hatte. Letzte Woche, vom Mittwoch 04. 03. bis zum Freitag, 06.03.2015 war Ber mit Delilah, Luka und dem kleinen Elias hier bei mir in Wetzlar.

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Markus war auf der ITP in Berlin und die Großeltern brachten Ber mit den Kids nach Wetzlar. Ich war ganz schön aufgeregt und gespannt, wie die Begegnung sein würde. Wir, die Kids und ich, schauten uns an, ein kurzer Moment des Innehaltens und dann breitete sich die alte Vertrautheit wie ein sanftes Tuch zwischen uns wieder aus. Ber strahlte freudige Erwartung aus und schien sich auch in meiner Wohnung wohl zu fühlen. Es war ja in meiner Wohnung noch nicht alles wirklich an seinem Platz, zumal meine Küche ja im Ausnahmezustand Schimmel-schock stand und ein Teil der Schränke abgebaut war. Aber ich kannte ja Laos und hatte dort einiges erlebt, so dass ich mir sicher war, das würde die Familie gut verkraften, wenn nicht sogar gar nicht bemerken.

Luca entdeckte gleich die Spielzeugkiste, die mir Niclas freundlicher Weise zusammengestellt hatte.  Nachdem die Großeltern uns nach einer Suppenmahlzeit verlassen hatten entspannte sich alles und ich konnte die ersten Kontakte mit Elias aufnehme, den ich ja in Laos ins Leben habe kommen sehen und der gerade mal drei Wochen alt war, als ich Laos verlies. Was mir hier begegnete war ein aufgewecktes, munteres, freundliches quicklebendiges kleines Kerlchen, dass deutlich Neuer repräsentierte. Im laotischen Leben gewohnt, dass viele Menschen sich um in kümmern und ihn auf den Arm nehmen, in der Gewissheit die Mutter und damit die Nahrungsquelle ist immer verfügbar strahlt Elias Zufriedenheit und Offenheit aus. Mit seinen großen braunen Augen strahlt er einem an und gewinnt alle Herzen für sich.

Hier hat er Julia begeistert.

Hier hat er Julia begeistert.

Bei unserem ersten Rundgang durch Wetzlar waren Kinderspielplatz, Eisdiele und  große Kamera die Attraktion. Niclas, der Sohn von Koni und Julia, im gleichen Alter wie Lukas in der Eisdiele zu uns gesellt. Die beiden Jungs hatten gemeinsam Spaß, auch wenn Niclas erkennen musste, dass das auch Teilen, z.B. beim I-Pad-Spielen bedeutet.

Ber war begeistert von den vielen alten Häusern und dem Dom.

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Für Delilah, die Deutschland zwar aus dem Sommer kennt, war es immer kalt.

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Wir haben drei schöne Tage miteinander verbracht. Ingrid aus Dutenhofen, die mich auch in Laos besucht hatte kam abends, um Ber und die Kids zu sehen und ihnen eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Am zweiten Tag besuchten wir Braunfels mit seiner imposanten Schlossanlage. Selbst die Schwierigkeiten beim Eintritt, das Kleingeld für die Schließanlage, konnte eine freundliche Mitarbeiterin beheben. So konnten wir die alten Gewänder und natürlich auch, ganz wichtig für Luka,  die Schwerter und Pistolen bestaunen. An jeder Tür im Schlossaufgang fragten die Kids und was ist hier, was mich ermunterte Geschichten von Rittern, Verteidigung gegen Feinde und dem vielfältigen Leben auf einer Burg zu erzählen.

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Am Abend, nach einem ausführlichen Besuch im hiesigen Asialaden kochte Ber ihr hervorragendes laotische Lab. So haben Koni und Julia auch original laotisches Essen genießen können.

Am Freitag war dann noch Shoppingmal, das Forum in Wetzlar angesagt, bevor dann die Großeltern Neuer Ber und die Kids wieder mit nach Buchen nahmen.

Für mich war der Besuch eine wunderbare Wiederbelebung meiner Laosgefühle zu Ber, den Kids und der laotischen Kultur. Ich war ganz erfüllt und freudig erregt. Dass sie sich hier wohlgefühlt haben konnte ich spüren.  Ich habe die vielen Stunden gemeinsam spielen oder homework machen mit Delilah, zusammen kochen, Ellias bespielen sehr genossen. Erst danach ist mir aufgegangen, dass sich eine Situation  umgekehrt hatte. Als ich in Laos war, war ich die Fremde, hier war nun Ber die Fremde.  Es gab auch eine Vertrautheit, die in dem Jahr in Laos gewachsen war und ganz schnell wieder da war.

Beim Abschied war viel Herzlichkeit und ..  ’see you in laos‘  –  yes!

 

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Von Flügeln und dem Mut zu fliegen

Vor einer Woche besuchte ich mit meiner jüngeren Schwester die Ausstellung „Dialog mit der Zeit“ in Frankfurt. Sie hat mich zum Nachdenken angeregt und …………… . Dann las ich diese Geschichte: „Flügel sind zum Fliegen da“ von Jorge Bucay und sie animierte mich, sie etwas übertragen nach zu erzählen. Weiterlesen