Nong Kiao am Nam Ou

Um mehr von Land und Leuten zu sehen, beschlossen Sonja und ich für drei Tage nach Nong Kiao am Nam Ou zu reisen. Unser Plan war mit dem Bus hinzufahren und auf dem Nam Ou und Mekong wieder zurück.

„Gesagt getan“ wie es so schön heißt, kauften wir zwei Tickets für den Minivan und am Dienstagmorgen um 9 Uhr sollte es an dem Busterminal losgehen. Der besondere Service der Minivans ist, dass man am Guesthouse abgeholt wird, meist eine halbe Stunde vor her. Der Abholdienst war superpünktlich, musste allerdings noch etliche andere Fahrgäste einsammeln, so dass wir gerade pünktlich zur  Busstation kamen. Der Fahrer wies uns auf den Bus Nr 1 hin, dort sollten wir einsteigen. Das taten wir auch. Daraufhin kam ein Mann und meinte nein, der andere Bus daneben. Wir also wieder raus und schon beim Einsteigen in den anderen Bus, hieß es nein, wieder raus und doch in den ersten Bus. Wir fragten jedes Mal Nong Kiao, was Kopfnicken hervorrief. Jetzt waren wir doch etwas verunsichert, aber eher damit beschäftigt zu schauen, dass unser Gepäck auch im richtigen Bus war. Dann wurden die Fahrscheine eingesammelt und der Busfahrer zählte die Köpfe seiner Mitfahrer, nickte und los ging es. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt, klingelte das Telefon des Fahrers, er nahm das Gespräch an und hielt abrupt am Straßenrand. „Ning Kiao?“ fragte er in die Runde und wir natürlich erfreut „Yes“! Das löste beim Fahrer keine Freude aus, sondern wildes Gestikulieren und lautes Palaver ins Handy. Unsere nun verunsicherten Blicke zu den, fast ausschließlich jungen, Mitfahren  lies sie auf französich erklären, dass sie nach Vang Vieng fahren wollten. „Das ist eine ganz andere Richtung“, war mein Kommentar. Inzwischen hatte der Fahrer schon gewendet und fuhr geradewegs zurück. Ja wir waren im falschen Bus, was offensichtlich auch die Frau der Fahrkartenkontrolle nicht bemerkt hatte. Oder doch, wie sich dann herausstellte, aber erst nach dem alle Busse, bis auf den nach Nong Kiao abgefahren waren und dort eindeutig zwei Fahrgäste fehlten. Wie sich später herausstellte gab es auch noch zwei Laotinnen, die offensichtlich nach oder zumindest in Richtung Vang Vieng fahren wollten.

Der Bus nach Nong Kiao war deutlich leerer, was für mich auch der Reisezeit entsprach. So fuhren wir dann, gut eine Stunde später als geplant in Richtung Nong Kiao.  Auf der ganzen Fahrt hatten Sonja und ich, die ganz hinten im Bus saßen, das Gefühl, dass der Fahrer die verpasste Zeit aufholen wollte. Wir wurden reichlich hin und her und auf und ab geschleudert.  In Nong Kiao angekommen, mussten wir erst einen Tutukfahrer überreden uns mit in die Stadt zu nehmen. Er war fixiert, Reisende vom Bus zur Bootsanlegestelle zu bringen, erkannte dann aber doch, dass weitere Reisende auch ein Geschäft bedeuten. So kamen wir gegen 14 Uhr auf der anderen Brückenseite in der Nähe des Hotels Nong Kiao Riverside an. Mittlerweile kündeten schwarze Wolken das Herannahen eines Gewitters an. Wir schauten uns die Bungalowzimmer im Riverside an, dann auch noch das eher laotische Sunsetbungalow und entschieden uns für das von einem Dänen geführte Riverside. Kaum waren wir in unsrem Bungalow mit herrlichem Flussblick  angekommen, verdunkelte sich die Sicht, der Donner grollte und ein wahrer Platzregen prasselte hernieder. Die Aussicht und Landschaft war, trotz Regen und tiefhängenden Wolken, beeindruckend.

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Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte machten wir uns mit Regenjacke und Schirm  auf den Weg den Ort zu erkunden. Hunger und Durst und der nach wie vor heftiger Regen lies uns gleich in das erste Restaurant P1040592an der Brücke einkehren und uns mit Nudelsuppe und gebratenem Reis stärken.

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Der Regen hatte inzwischen nachgelassen und wir begaben uns erst mal auf die herrliche Brücke, um die Aussicht flussauf- und abwärts zu genießen.

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P1040598     image    P1040591     Wie der Fischer sein Netz auswirft ...............  P1040629

 

 

 

 

 

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