Noch mehr – Vang Vieng 8. Juni 2014

Ein Höhlenbesuch auf Umwegen

Heute,  Sonntag, war auf meinem Plan noch ein Höhlenbesuch, ein kurzes Treffen mit Sabine, Lorenz, Freya und Felicitas, die auf der Durchreise nach Vientiane in Vang Vieng Halt machen wollten und um 15 Uhr sollte es dann für mich mit dem Bus zurück nach Luang Prabang  gehen.

Nach einem leckeren Frühstück packte ich meine Sachen zusammen, checkte aus und stellte mein Gepäck an der Hotelrezeption unter.Laut meinem Reiseführer sollte es auf der anderen Flussseite, gut fußläufig zu erreichen, eine Höhle geben. Die Holzbrücke über den Fluss erreichte ich in wenigen Minuten, 5000 KIP Weggebühr und dann war ich auf der anderen Seite.

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P1040506Auf der Suche, wo denn nun der Weg zu  der Höhle sei, stieß ich zwar auf einige Schilder, aber keinen wirklichen Hinweis zu der Höhle. Vor mir auf dem steinigen Weg ins Land hinein, liefen zwei jungen Frauen, auch Touristinnen, denen ich erst mal folgte,

In meinem Reiseführer hatte ich auch von der ca 7 km entfernten Tham Pou Kham Höhle mit türkisblauem Wasser zum Schwimmen gelesen. Den Weg dorthin hatte ich als zu weit für diesen Vormittag verworfen. Aber es kam alles anders als gplant. In der Nacht hatte es ja heftigst geregnet, was noch an großen Pfützen auf dem Weg zu sehen war.

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Und genau an dieser riesigen Pfütze wendete sich auf verschiedene Weise mein Plan. Beim Überwinden dieses nassen Hindernisses versank ich am Rande, ich wäre besser mitten durch gegangen wie es die Motorradfahrer gewagt hatten, knöcheltief im grauen Schlamm. Füße und Sandalen waren braun und schlammbedeckt. Meine Versuche sie im Wasser der Pfütze zu reinigen waren erfolglos. Gerade da kam ein schwarzer Pickup, hielt an und der Fahrer fragte mich, ob ich mitkommen wollte. Ich deutete auf meine Füße und der Fahrer auf die Ladefläche des Wagens. Also stieg ich auf und ab ging die Fahrt. Wohin konnte ich nur erahnen, zu der Höhle Tham Pou Kham, die auch für die Laoten ein beliebtes Ausflugs- und Picknickziel ist.  Auf der Fahrt wurde mir klar, 7 km  bis zur Höhle und ich berechnete die Zeit, die mir blieb, bis ich die Frauen treffen sollte. Sieben Kilometer zurücklaufen würde mindestens zwei Stunden bedeuten und das war knapp. Also dreimal tief durchatmen und der Gedanke, es findet sich immer eine Lösung, ließen mich wieder entspannen und ich genoss den herrlichen Blick auf  die Landschaft und die Dörfer durch die wir fuhren.

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Schließlich wollte ich ja etwas erleben und das war jetzt das heutige Abenteuer. Nach vielleicht einer dreiviertel Stunde erreichte wir das Ressort der Höhle. Ich bedankte mich bei der laotischen Familie und dem Fahrer, zahlte meinen Eintritt und begab mich auf das Gelände rund um die Höhle. Vor der Höhle luden türkisblaue Wasserbecken zum planschen und schwimmen ein. Leider hatte ich kein Badezeug dabei, da ich ja gar nicht hierher wollte. Aber am Rande der Wasserbecken konnte ich nun auch endlich meine mittlerweile getrockneten, schlammbedeckten Füße und Schuhe waschen, meine Füße im Wasser baumeln lassen und mich anschließend bei den vielen Verkaufsbuden an  einen kühlen Lemonshake erfrischen.

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Nun bedrängte mich die Zeit und der Gedanke, wie ich rechtzeitig nach Vang Vieng zurück kommen würde. Den Aufstieg zur Höhle wollte ich nur dann noch machen, wenn keine Möglichkeit des schnellen Rücktransportes in Aussicht war. Also begab ich mich erst mal zu den Parkplatz und sprach dort Tuktukfahrer an, die andere Touristengruppen hierher gebracht hatten. Einer von ihnen erklärte sich nach kurzem Handel bereit, mich für 80 000 KIP zurück zu fahren. Ich schlug ein, stieg auf und ab ging es zurück.

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Da mich der Tuktufahrer vor der Brücke über den Fluss absetzte und ich noch Muse und etwas Zeit verspürte, wanderte ich am jenseitigen Flussufer zu der Bambusbrücke , die mich mitten in den Ort bringen würde.

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Der Rest ist schnell erzählt. Die Mädels kamen, als es gerade wieder heftigst regnete. Sabine war beim Parken an ein Eisenteil am Straßenrand gefahren und hatte einen Platten. Hilfsbereite Laoten halfen das Reserverad zu wechseln. In einem Kaffee bekam Lorenz seine Pommesfrites und ich kam rechtzeitig zum Hotel zurück, wo mich der Minivan zur Rückfahrt nach Luang Prabang abholte.

 

 

 

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