Von Flügeln und dem Mut zu fliegen

Vor einer Woche besuchte ich mit meiner jüngeren Schwester die Ausstellung „Dialog mit der Zeit“ in Frankfurt. Sie hat mich zum Nachdenken angeregt und …………… . Dann las ich diese Geschichte: „Flügel sind zum Fliegen da“ von Jorge Bucay und sie animierte mich, sie etwas übertragen nach zu erzählen.

Als sie schon etwas älter war,  nahm ein Freund sie beiseite und sagte zu ihr: „Hör mal, nicht jeder von uns ist mit Flügel auf die Welt gekommen. Bisher hat wohl noch niemand dir empfohlen zu fliegen, aber es wäre doch jammerschade, wenn du die Flügel, die dir geschenkt wurden, nicht benutzen würdest und dein Leben lang eine Fußgängerin bliebest.“

„Aber ich kann doch nicht fliegen“, antwortete sie. „Das stimmt wohl bis heute ……“, und er nahm sie mit auf einen Berg, von dessen Gipfel sie in die Tiefe schauten. „Siehst du meine Liebe, das ist die Lehre, wenn du fliegen willst, kommst du hierher, holst tief Luft, springst in den Abgrund, breitest die Flügel aus, und du wirst fliegen. “

Sie hatte Zweifel. „Und wenn ich abstürze?“ „Selbst wenn du abstürzt, wirst du nicht sterben. Du wirst höchstens ein paar Schrammen abbekommen und für den nächsten Versuchgestärkt sein“, antwortete der Freund.

Sie ging zurück in ihr Dorf, um ihre Freundinnen und Freunde zu treffen, die Freunde, die mit ihr schon ein halbes Leben lang zu Fuß unterwegs gewesen waren. Die Kleingeistigen unter ihnen sagte zu ihr: „Bist du verrückt? Wozu das ganze? Dein Freund hat sie doch nicht alle……….. .Warum willst du auf einmal fliegen? Lass den Blödsinn! Du bist doch auch so bisher zurecht gekommen. Wer will schon fliegen?“ Ihre beste Freundinnen allerdings rieten ihr: „Vielleicht ist ja was dran? Aber ist das nicht gefährlich? Warum gehst du die Sache nicht langsam an? Versuch doch erst mal von einem Treppenansatz zu springen oder von einem Baum. Aber gleich von einem Berg?“

Die Frau nahm sich die Ratschläge der Freunde zu Herzen, denen sie etwas bedeutete. Sie kletterte auf einen Baum, fasste allen Mut zusammen und sprang. Sie breite die Flügel aus,  schlug sie mit aller Kraft auf und ab, sauste aber viel zu schnell zu Boden. Mit einer riesigen Beule an der Stirn begegnete sie ihrem Freund. „Du hast mich angelogen! Ich kann gar nicht fliegen. Ich habe es ausprobiert und schau was passiert ist! Ich bin nicht wie du. Meine Flügel sind wohl nur zur Verzierung da.“

Da sagte der Freund: „Da hast du wohl mich falsch verstanden. Um fliegen zu können, muss man erst den nötigen Freiraum schaffen, damit sich die Flügel ausbreiten können. Es ist wie beim Fallschirm springen: vor dem Absprung brauchst du eine bestimmte Höhe. Um fliegen zu können, muss man ein paar Risiken auf sich nehmen. Wenn du das nicht willst, lässt du es am besten sein und bleibst weiterhin Fußgängerin.“

Wer einmal allerdings geflogen ist, ………………………………. .

Ein Gedanke zu „Von Flügeln und dem Mut zu fliegen

  1. Virtual Private Servers

    Dazu lieferte Joelle Tourlonias die Illustrationen, die sie, wie Maite und Britta sagen direkt aus unserem Herzen abgemalt hat . Dieses Buch uber den Wald zeigt die ganze Vielfalt dieses Lebensraums und erklart auf anschauliche Weise viele Geheimnisse aus dem Tier- und Pflanzenreich.

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