Die ersten Tage in Laos

Ankunft Airport

Mein Wunsch wieder nach Laos zu kommen hat sich nun erfüllt. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen. Monica hat mich am Flughafen erwartet und in ihrem kleinen roten Autochen zu ihrem wunderbaren Guesthouse gebracht. Die Hitze, hier sind tagsüber an die 30 Grad hat mich ganz schlagen, immerhin war ich bei -5 Grad in Wetzlar abgereist und entsprechen warm angezogen. In Bangkok gab es noch eine kleine Verzögerung. Beim Boarding meinte die Stewardess, das ich ohne Rückflugticket nicht einreisen könnte. Ich erzählte ihr, dass ich mit dem Bus weiter nach China fahren würde und sie wollte mein Busticket sehen, was ich ja noch nicht habe. Sie rief dann ihre Vorgesetzte auf den Plan, die der gleichen Meinung war und rumtelefonierte, um sich rückzuversichern. Sie wollte dann noch wissen wieviel bares Geld ich bei mit hätte. Ich gab ihr Auskunft und habe ihr gesagt, dass ich schon in Laos war, dort oft aus- und eingereist sei, ohne dass jemand ein Ticket von mir sehen wollte. Die Abflugzeit rückte immer näher und alle anderen Flugpassagiere waren schon an Board. Dann sagte die durchaus freundliche und sehr bemühte, Angestellte mir, das sie mich jetzt auf eigene Verantwortung mitnähmen, dass es aber durchaus sein könnte, dass ich in Laos Probleme bekäme. Mit mir stand noch eine junge Frau, die das gleiche Problem hatte und sehr verunsichert war. Ich versicherte ihr, in voller Überzeugung,  dass  das schon alles gut gehen würde. Der Flieger flog mit einiger Verspätung ab. In Luang Prabang angekommen fülllte ich den Visaantrag und das Einreiseformular aus uns stellte mich in die Schlange vor den Schaltern. Und es war, wie ich es mir schon gedacht hatte, keiner fragte nach ihrendeinem Ticket, kassierte die 31 $ für das Visa und durch war ich und die junge Frau, total erleichtert, auch. Im Guesthouse angekommen, begrüßten mich die beiden Hunde von Monica und bezog ich mein schönes Zimmer und genoss den ersten Laokaffee.

Am Nachmittag fuhr ich dann mit Monica, sie hatte einen Kochauftrag für eine jüdische Hochzeitsgesellschaft, in die Stadt und ging als erstes zum Platz mit den vielen Ständen, an denen, die von mir so geliebten, eiskalten Fruchtdrinks angeboten werden. Ich bestellte „meinen“ Lemondrink und genoss ihn in vollen Zügen. Auf der Straße wurde gerade der Nachtmarkt aufgebaut und Ich entdeckte den Suppenstand an der Straßenecke, wie ich es kannte, an dem vorwiegend die Laoten essen oder ihre Suppe für Zuhause kaufen. Lächelnd lies ich mich dort nieder und wollte gerade bestellen, als mich meine Nachbarin, eine Laotin anschaute. Ich konnte es kaum glauben, es war Linda, Besitzerin der Preshool, bei der ich damals gearbeitet hatte. Die Verblüffung und dann Freude war auf beiden Seiten. Ja es war wie nach Hause kommen. Die Suppe schmeckte vorzüglich und ich fühlte mich glücklich. Anschließend ging ich auf die Foodstreet und sucht den Stand mit der jungen Frau, bei der ich immer meinen Papayasalat gekauft hatte. Sie war da, wo ich sie vermutet hatte und der Papayasalat, den ich mir als Abendessen mit zum Guesthouse nahm, war würzig, scharf und einfach lecker. Dass mein erster Tag sich so gestalten würde hatte ich mir in keinem meiner Träume ausgemalt.

                                                

Ein Gedanke zu „Die ersten Tage in Laos

  1. Annette

    Hallo Gila, schön deine Nachricht zu lesen! Und besonders gut, dass du dich so schnell eingelebt hast! Aber scheinbar hast du jede Menge Spuren hinterlassen!!! Weiter so…
    Wir haben unsere Koffer gepackt und fahren morgen um 6 Uhr los. Ich finde das zwar gut, aber so richtig freudig fühlt es sich nicht an. Ich habe mir am Dienstag nochmal in einer eher depressiven Stimmung, in blindem Aktionismus einen Eisbrocken aus der Regenbtonne auf den linken Zeh fallen lassen. Er ist dick und blau, der Nagel wird sich irgendwann lösen. Ich habe erstmal bitterlich geweint, was tu ich mir nur alles an!? Immerhin komme ich in die Wanderschuhe mit beiden Füßen, vielleicht klappt es ja auch mit den Skischuhen (da haben wir uns am Montag noch neue gekauft, in die ich einigermaßen gut rein kam). Das probiere ich erst am Sonntag Abend oder Montag früh aus. Mal sehn wie es wird, ich habe etwas Bammel….
    Deine Post hat Jörn heute noch mal geleert und am Donnerstag hat Achim dein Auto nach Dortmund gefahren. Es steht wieder ordnungsgemäß in der Garage. Wir haben ihm gesagt ersoll die Kilometer auf schreiben und mit dir abrechnen. Der Schlüssel ist jetzt bei uns. Den können die Jungs ja dann mit dem Haustür Schlüssel abholen…
    so dann dir weiter so schöne Tage und Begegnungen…
    Drück dich und ganz liebe Grüße Annette

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