Marmorkuchen in Laos

P1020479Delilah liebt das Backen und hat mich schon länger bedrängt, mit ihr etwas zu backen, zumal sie meine Ausstechförmchen entdeckt hatte. Also ein Marmorkuchen sollte es werden. Zum Glück gibt es in der Küche der Familie Neuer einen Backofen, was in Laos durchaus eine Seltenheit ist. Jetzt war für mich erst mal die Herausforderung, wo bekomme ich die Zutaten für unseren Kuchen her. Also nutzte ich meine mittäglichen Streifzüge durch die Geschäfte auf der Suche nach: Mehl, Backpulver, Vanillezucker, Zucker,  Butter und Kakao, was hier sonst nicht gebraucht wird. Eier und Milch, das wusste ich, gibt es auf jedem Markt oder auch im Guesthouse. In den „Superläden“, mit europäischen Produkten, wurde ich dann fündig: Mehl, Cacao, Zucker und Backsoda und Butter. Für die Frankreichkenner unter euch, es gibt sogar französische gesalzene Butter im Kühlschrank des Marktes, 25000Kid gar nicht mal so teuer, aus „Eurosicht“!

P1020478Backsoda, damit hatte ich  bisher noch nicht zu tun gehabt. Zum Glück gibt es das Internet, Backsoda ist  Natron und dann fehlt zum Backpulver nur noch eine Säure. Die werde ich durch Limetten ersetzen, kalkulierte ich. Auf Vanillezucker verzichten wir, der war beim besten Willen nicht zu finden. Alles schön und gut, mit all unseren Zutaten zurück in der Küche, war jetzt die Frage in was und mit was arbeiten wir. Keine große Schüssel, kein Rührwerkzeug, keine Waage, aber eine flache längliche Backform. Im Improvisieren war ich schon immer gut und aufhalten sollte uns jetzt auch nichts mehr. Delilah kramte die große Schürze raus und schickte eine Freundin aus eine Waage zu besorgen, was diese auch prompt schaffte, wenn auch die Waage eher für den großen Bereich, 5kgSchritte gedacht war. Der Wäscheservice, den ihre Mutter betreibt, wiegt damit die Wäsche, der Waschpreis geht nach Kilogramm, wen es interessiert, 1kg 10 000 Kid.

Wir ließen uns durch nichts mehr aufhalten und ich habe seit langem wieder mal Eischnee mit der Hand geschlagen!!!

P1020480Das war das fertige Werk, das dann in den Backofen wanderte und bald duftete es herrlich nach dem Kuchen.

Delilah und ihre Freundin leckten genüsslich, wie die (kleinen und großen) Kinder bei uns, die Schüsseln aus.

Luka war da skeptischer und blieb lieber bei einem Becher Kakao.

Am nächsten Morgen wanderte der Kuchen, samt und sonders in Delilahs Schule. Mit Mühe konnte ich ein Stück probieren, um heraus zu finden, ob alles auch gepasst hat, es hat!!!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*