Out of the box – Denken

Kann Veränderung Spaß machen – oder lässt sich durch Spaß Veränderung erzeugen? Oder – was kann uns dazu bringen unser Verhalten zum Besseren zu ändern? Wann und warum verändern wir Verhalten? Was motiviert uns und andere Verhalten zu ändern? Welchen Aspekt spielt dabei das Fühlen?

Wir könnten es eigentlich wissen, wenn wir uns selbst beobachten oder unsere Kinder, von denen oft ständig Veränderung erwartet, verlangt wird. Wir schalten ab, wenn  langatmige scheinbar rationale Analysen und Begründungen uns den Grund für die Veränderung nahe bringen wollen. Wir schalten ab, heißt auch wir gehen auf Distanz oder ziehen die Mauer hoch. Wir verändern leichter, wenn wir den Nutzen erkennen und vor allem wenn der Nutzen größer ist als der Aufwand und das was wir jetzt haben. Wenn der Nutzen uns ein Anreiz ist. Aber nicht immer ist der Nutzen gleich, oder von der derzeitigen Warte gar nicht, zu erkennen.

Was bringt mir die Veränderung? Was wird besser, wenn die Veränderung erst da ist? Welchen Aufwand muss ich für die Veränderung gehen? Was erwartet mich, wenn die Veränderung eingetreten ist. Wie fühle ich mich und was wird besser? Wie anstrengend ist Veränderung? war sie das nicht schon immer? Wer gibt mir eine Garantie, das es besser wird? Welches Risiko gehe ich ein, wenn ich meinen gewohnten Pfad verlasse?

Der Berg der Veränderung:  Wenn der Berg wächst und wächst und …….. . Nein es ist das was sich anhäuft, weil wir die Veränderung umschiffen oder ihr immer wieder erfolgreich ausweichen oder immer wieder die Priorität anders setzten , was den Berg wachsen und wachsen lässt. Letztendlich ist  es die Angst vor dem ersten Schritt, die uns hindert oder der wir uns nicht aussetzen wollen. Wobei ich dabei wieder bei der Angst vor dem Beginn wäre. Der Schritt in das Neuland und die Angst, dass sich dabei ein Abgrund auftut oder, dass alle anderen Menschen um uns herum uns dann verlassen oder abwenden. Ja – es ist ein Schritt, den ich nur alleine tun kann und von dem ich nie weiß, was er auslösen wird. Es ist ein Schritt nach vorne und es bleibt die Angst oder Ungewissheit, ob die anderen ihn mitgehen oder/und ihn akzeptieren.

Wie groß ist die Angst? Was nährt die Angst? Was von der Angst kenne ich? Was wäre, wenn die Angst ein Steinhaufen wäre, der in meinem Weg liegt?  Was verbindet Angst und Veränderung? Was kann ich tun, um die Angst zu lindern? Welchen Berg habe ich angehäuft? Wie lange kenne ich den Berg schon und was hat ihn wachsen lassen? Was ist meine reale Erfahrung mit Bergen, bin ich eher ein Bergsteiger oder eher ……….? Wer kann mir helfen den Berg zu überwinden und wie? Wie kann ich einen solchen Berg überwinden, schließlich gibt es auch Tunnel?

Ach Ja Tunnel – ein Tunnel hat einen Anfang, einen Eingang in den Berg. Es ist lange dunkel und steinig, es können unvorhergesehene Schwierigkeiten auftreten, wenn wir graben – Altlasten – Geröll – Wasser mit Untiefen – Einstürze – ……… . Es gibt aber auch Edelsteine, selbst Diamanten, die tief im Berg vorkommen. Es gibt Kohle, die Energie erzeugt und es gibt Wasser was reinigt und trägt. Und keiner weiß was uns im Berg beim Tunnel graben begegnen wird. Eins ist sicher, wenn wir lange genug graben und alle Widerstände überwinden und alle Schätze einsammeln, kommt am anderen Ende das Licht und die Gewissheit den Berg „überwunden“ zu haben. Jetzt höre ich schon viele unken, was ist, wenn alles einstürzt, was wenn ich kein edles Gestein finde, was wenn ……………………………….. . Ja genau das ist es was eben auch den Anfang verhindern kann. Ich weiß es nicht und eine noch so sorgfältige Planung bringt nicht die absolute Gewissheit, es bleibt immer das Risiko. Apropos Planung, das sind die unterschiedlichen Ansätze die die Menschen wählen. Der eine sichert sich durch eine einfache klare und für ihn machbare Planung ab, der andere beginnt und verlässt sich auf seine Intuition und seine Stärke, der andere muss immer wieder planen, sich mit Experten absichern, sich versichern, dass auch die Hilfstruppen bereit stehen, wenn etwas schief geht. Der andere legt los und fragt immer mal Experten, wenn ein Problem auftritt. Die andere sorgt dafür, dass ihre Unterstützer sie mit Nahrung und Wasser versorgen, damit sie gut weitergraben kann. Die eine macht Pausen und erholt sich dazwischen wieder, die andere gräbt und gräbt ohne Unterlass. Ja so vielfältig wie die Menschen sind, so vielfältig sind die Wege. Was all denen die einen Tunnel wirklich graben gemeinsam ist, ist der Anfang, der Eingang in den Berg. Nicht alle kommen auf der anderen Seite auch wirklich an. Es gibt immer wieder welche, die aufgeben, die das Dunkel im Tunnel nicht erhellt bekommen, die die edlen Steine achtlos liegen lassen.  Dennoch haben sie den Anfang gelegt und damit die Chance eröffnet, da weiter zu machen, wo der Tunnel am tiefsten, am dunkelsten erschien. Wenn sie wieder Licht und Kraft verspüren.

Auch die, die sich entschließen über den Berg zu gehen, haben ähnliche Hindernisse aber auch schöne Erlebnisse zu bewältigen, auf andere Art. Oft verlieren die Berge ihren Schrecken, wenn wir erst mal den Mut der ersten Schritte entwickelt haben. Das ist beim Tunnel genauso, wie bei besteigen des Berges.

Bei beiden ist gewiss, am Tunnelausgang ist Licht, beim Überwinden des Berges kommt Neuland und nichts ist mehr so wie vorher – die Veränderung hat ihren Raum bekommen, um sich zu entfalten.

Wenn bei allen auch noch Spaß im Laufe des Weges entstanden ist, oder wenn gar Spaß der Motor zur Veränderung war, dann ist Berg steigen und Tunnel graben beides gleichermaßen zwar „körperlich“ anstrengend aber dennoch leicht im Kopf!

Veränderung ohne den berühmten Berg ist nachgewiesener Maßen mit Spaß leichter zu erreichen. Das ist eine Erkenntnis, die gerade im Geschäftsleben, Unternehmen, ob klein oder groß, eine wichtige Rolle spielt und häufig gar nicht gedacht wird, weil vielleicht auch da der Berg schon zu groß gewachsen ist und der Chef den Berg eher vergrößert, als die Ressource bereitstellt, ihn gemeinsam zu Überwinden. Und eine wesentliche Ressource ist Freude an der Arbeit, also Emotionalität , Wertschätzung für die Arbeit und Kreativität in den Dingen, die den Weg bereiten.  Menschen wollen sehen, fühlen, was sich verändern soll und sie brauchen Vorbilder, die mit ihnen gehen!

 

 

 

 

3 Gedanken zu „Out of the box – Denken

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